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KI-Workshop: Definition, Nutzen und Grenzen

KI-Workshop Aktualisiert

Definition

Ein KI-Workshop ist ein moderiertes Arbeitsformat, in dem ein Team gemeinsam Automatisierungspotenziale sichtet, bewertet und in eine Reihenfolge bringt. Er verbindet kurzen Wissensaufbau mit konkreter Arbeit an eigenen Abläufen. Im Mittelstand liefert er meist eine priorisierte Liste von Use-Cases und ein gemeinsames Verständnis, was RPA, KI und Integration im eigenen Haus realistisch leisten.

Warum der Begriff zählt

Automatisierung scheitert oft daran, dass Fachbereich und IT unterschiedliche Bilder haben. Ein KI-Workshop bringt beide an einen Tisch und macht aus vagen Ideen benennbare Fälle mit Nutzen und Aufwand. Er schafft eine gemeinsame Sprache und eine erste Priorisierung. Ohne anschließende Umsetzung bleibt es bei Notizen, deshalb endet ein guter Workshop mit einem konkreten nächsten Schritt.

Wann es relevant ist

  • Es fehlt ein gemeinsames Bild, wo Automatisierung überhaupt lohnt.
  • Fachbereich und IT reden aneinander vorbei.
  • Viele Ideen liegen unstrukturiert im Raum und brauchen Ordnung.
  • Ein Team soll Grundbegriffe von RPA, KI und Integration teilen.

Wann nicht

Wenn der Fall längst klar und beschrieben ist, ersetzt kein Workshop den Bau, dann geht es direkt in den Piloten. Und wenn die Runde ohne Entscheidungsbefugnis zusammensitzt, entsteht eine Ideenliste, die niemand umsetzt. Ein Workshop ohne Anschluss verpufft.

Branchen, die das nutzen

  • Steuerberatung: Kanzleiabläufe rund um Belege und Fristen gemeinsam sichten und den ersten Automatisierungsfall benennen.
  • Großhandel: Vertrieb und IT an einen Tisch bringen, um Stammdaten- und Bestellabläufe zu ordnen.
  • Bildungsträger: Verwaltungsvorgänge sichten und Berührungsängste mit KI im Team abbauen.
  • Anlagenbau: Angebots- und Projektabläufe gemeinsam bewerten, bevor Werkzeuge gewählt werden.

Typische Anwendungsfälle

  • Abläufe entlang einer einfachen Wertschöpfung aufnehmen und Engpässe markieren.
  • Kandidaten nach Nutzen und Aufwand bewerten und sortieren.
  • Grundbegriffe von RPA, KI und Integration verständlich klären.
  • Einen ersten Fall auswählen und einen konkreten nächsten Schritt festlegen.
  • Datenschutz- und Integrationsfragen früh sichtbar machen.

Entscheidungshilfe

Entscheidungshilfe
SignalKI-Workshop passtAlternative
Kein gemeinsames Bild Runde moderieren direkt Pilot beim klaren Fall
Viele ungeordnete Ideen sichten und priorisieren Ideen ohne Struktur verlieren sich
Entscheider im Raum Format lohnt sich erst Mandat klären
Fall längst klar Workshop überspringen Umsetzung statt Diskussion

Beispiel

Ein Mittelständler bringt Fachbereich und IT in einem halbtägigen Format zusammen, nimmt die wichtigsten Abläufe auf und bewertet sie nach Nutzen und Aufwand. Am Ende steht eine kurze, priorisierte Liste und die Entscheidung, welcher Fall als Pilot startet. Datenschutz- und Integrationsfragen sind notiert. Das Beispiel beschreibt die Methode, keine behauptete Kundenkennzahl.

Verbindung zu Services

Der Workshop ist oft der Einstieg in die Prozessautomatisierung-Beratung, an ihn schließt eine RPA-Umsetzung oder Prozessautomatisierung für den Mittelstand an.

Quellen

Diese Einordnung beschreibt gängige Praxis von Workshop-Formaten für Automatisierung im Mittelstand. Konkrete Moderation, Teilnehmerkreis und Anschluss hängen vom Fall, den Systemen und den Werkzeugen ab und müssen im Einzelfall geprüft werden.

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FAQ

Was ist der Unterschied zwischen KI-Workshop und KI-Hackathon?
Ein Workshop sichtet und priorisiert Fälle und schafft ein gemeinsames Bild. Ein Hackathon baut in kurzer Zeit lauffähige Prototypen. Der Workshop klärt, der Hackathon zeigt.
Wer sollte teilnehmen?
Fachbereich und IT gemeinsam, und mindestens eine Person mit Entscheidungsbefugnis. Ohne Mandat entsteht eine Ideenliste, die niemand umsetzt.
Wie lang dauert ein KI-Workshop?
Oft ein halber bis ein Tag. Wichtiger als die Länge ist, dass er mit einem konkreten nächsten Schritt endet, nicht nur mit Notizen.